Sieben Stunden Hochstimmung
bei der 10. Sportlerfete
Ein echter
Höhepunkt
Von HANS-JÜRGEN HEIDE
Bielefeld. Und
wieder war es der Höhepunkt des Bielefelder Sportjahres.
Auch die zehnte Sportlerfete in der Sporthalle der Gesamtschule
Schildesche meldete am Freitag volles Haus. Über
tausend
Partygäste hatten
den Weg zur Proklamation der Sportler desJahres 2002 gefunden
und es nicht bereut: Sieben Stunden lang herrschte Hochstimmung.
Bei kühlen Getränken und schmackhaftem Essen
wurde kräftig gefachsimpelt und getanzt.
Die Veranstalter Neue
Westfälische, Radio Bielefeld, Sparkasse Bielefeld,
Stadt Bielefeld und Bielefeld Marketing konnten rundum
zufrieden sein und freuen sich bereits auf die 11. Fete
im nächsten Jahr. Die beiden Radio-Bielefeld-Moderatoren
Bettina Wittemeier und Dirk Sluyter führten durch
den offiziellen Teil der Veranstaltung. Die Zephyrus-Disco
mit Stefan Schüler sorgte für Musik bis zum
Morgengrauen. Gut eingestimmt wurden die Besucher durch
das Showprogramm, das mit lippischer Unterstützung
aus Leopoldshöhe bestritten wurde. Die Tanz-Darbietungen
der attaktiven Damen-Formation „Jump 4 Fun“
fanden genauso begeisterten Applaus wie die Kunstturn-Vorführungen
des Bundesligisten TuS Leopoldshöhe. Die „fliegenden
Leos“ wurden dabei von den Damen des TuS Jöllenbeck
und der Spfr. Sennestadt unterstützt. Span-nungsgeladen
war die Vorstellung der Sieger bei den Wahlen zum Sportler
des Jahres. Sichtlich gerührt zeigte sich Brackwedes
Eishockey-Trainer Ralf Surig: „Vor drei Jahren
waren wir knapp an den Bundesliga-Profis des DSC Arminia
gescheitert. Um so schöner ist daher das Jahr 2002.
Erst der Zweitliga-Aufstieg und nun die Wahl zur Mannschaft
des Jahres.“ Überaus bescheiden die 16-jährige
Nancy Gehring, die nach eigenen Worten
nicht mit ihrem Sieg gerechnet hatte: „Um so besser,
dass ich gewonnne habe.“ Den Erfolg durfte die
Trampolinturnerin der SVB gezwungenermaßen richtig
aus-kosten, laboriert sie derzeit an einem Kreuzbandriss.
So konnte sie die Mit-Gewinnerin Vera Nohse
nicht zum Wettkampf begleiten und daher am Freitag ihren
Sieg mit Heidi Berger feiern. Schon
ein Wahl-Profi ist Kobra-Taekwondoka Mohammed Ali Karatas,
der seinen Titel bei den Herren verteidigen konnte:
„Damit habe ich den Erfolg meiner Schwester Fadime
wiederholt und kann nun auch zwei Pokale neben die beiden
meiner Schwester stellen.“ Die Wahl fand Europameister
Karatas zwar wieder toll, doch blickt er schon voraus:
„Die WM 2003 und die Teilahme an Olympia 2004
in Athen sind wichtiger.“ Den Ehrenpreis erhielt
der DSC Arminia, da seine Fußball-Profis nicht
zur Wahl nominiert worden waren. Humorvoll konterte
Präsident Hans-Hermann Schwick das Präsent
(Eisstockschießen für die Mannschaft auf
der Eisbahn Brackwede): „Da haben einige meiner
Spieler schon ihre Erfahrungen gemacht . . .“
Schwick, der zusammen mit Benjamin Lense (vertrat den
verhinderten Dritten der Herren-Wahl, Rüdiger Kauf)
die DSC-Delegation um Hannes Scholz und die ebenfalls
Drittplazierten Amateure anführte, gab sich am
Abend noch optimistisch, dass die schwarze Arminen-Serie
bei der Sportlerfete (2001 und 2002 gab es immer Wochenend-Niederlagen)
am nächsten Tag gegen Nürnberg endet . . .