Bielefeld
(WB/jm). »Das waren beeindruckende Tage«,
fasste Vera Nohse gestern die Erlebnisse ihrer ersten
Trampolin- Welt-meisterschaft zusammen. In der Stadionsporthalle
Hannover kam sie im Einzel der Frauen mit 63,60 Punkten
nach Pflicht und Kür auf einen guten 26. Platz
(wir berichteten). Direkt vor ihr mit 63,80 Zählern
landete die ehemalige Brackwederin Jessica Simon, die
jetzt in Bad Kreuznach turnt. Mit Irmgard Erl (60,10)
kam eine weitere »Ehemalige« des Bundesstützpunktes
Brackwede im Einzel auf Position 44.
»Der Bundestrainer hat mir gesagt, dass ich die
Leistung gebracht habe, die er von mir erwartet hat«,
strahlte Vera Nohse. Auch Heimtrainer Roland Berger
war durchaus angetan von den Darbietungen der Debütantin.
»Ich bin mehr als zufrieden mit ihr. Die Weltmeisterschaft
ist für sie optimal gelaufen. Mehr war nicht drin«.
Simon holt Bronze
Jessica Simon (»Ich war noch
nie so aufgeregt«) holte im Synchronturnen an
der Seite ihrer Partnerin Anna Dogonadze die Bronzemedaille.
Erst seit Ende Juni springt sie mit der Welt- und Europameisterin
zusammen. Mit dem Schwierigkeitsgrad von 11,8 erzielten
Dogonadze/Simon 46,6 Punkte. Da aus jedem Land nur ein
Paar das Finale erreichen konnte, mussten die als Achte
ebenfalls fürs Finale qualifizierten Vera Nohse/Irmgard
Erl in die Röhre schauen.
Die WM-Tage zeigten bei Vera Nohse die erhoffte Wirkung:
»Das war für mich eine neue Motivation. Nach
einer kurzen Trainingspause gilt es nun, neue Schwierigkeitsgrade
und neue Sprünge einzustudieren«, meinte
die Schülerin des Gymnasiums Barntrup.
Roland Berger wird's schon richten, dass sein talentierter
Schützling sich auch international weiter nach
vorne tasten wird.