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  Zeitungsartikel
 
Westfalenblatt
Bielefeld, 01.07.2003
 
 
Trampolin: Zwei Mannschaftsmeistertitel fÜr die SV Brackwede
 
  Von Franz Braun  


Beste Finalkür von Vera

Nohse


BielefeId (WB/fbr). Wieder einmal räumten die Brackweder Trampoliner das maximale Edelmetall ab. Diesmal bei den Mannschaftsmeisterschaften am Sonntag im hessischen Dillenburg. Die beiden Teams der SVB, die Jugendturnerinnen und die Jugendturner, sicherten sich jeweils den Deutschen Meistertitel. Getrübt wurde die Freude aber durch die Verletzung von Nancy Gehring, die nach einem missglückten Doppelsalto so unglücklich mit einem Fuß zwischen die schützenden Matten kam und sich einen Fußbruch zuzog.


Die Mannschaftsmeisterschaften sind für Nancy Gehring absolut kein gutes Pflaster, zog sie sich bei den Titelkämpfen 2002 eine schwere Knieverletzung zu, die sie zu einer achtmonatigen Pause zwang. »Nancy war wieder auf einem guten Weg. Sie strebte noch die Qualifikation für die WM im September in Hannover an: Jetzt muss sie leider erst einmal mit sechs Wochen Gips vorlieb nehmen«, so Trainer Roland Berger.
Die Verletzung von Gehring war ein großes Handicap für das SVB-Team, denn jetzt durfte sich das verbleibende Trio keine Streichwertung mehr erlauben. Aus diesem Grunde turnte Vera Nohse in
ihrer ersten Kür eine Sicherheitsübung, damit zunächst die Finalteilnahme (die besten fünf Mannschaften nach Pflicht und Kür) gewährleistet war. Das Ziel wurde erreicht, doch mit 104,3 Punkten hatte das Team der TG Jugenddorf Salzgitter die beste Kürleistung erbracht. Die SVB lag mit einem Abstand von 3,2 Punkten auf Rang zwei. Im Finale ging's aber für alle fünf Teams wieder bei Null los. Jetzt riskierte Nohse alles und wurde nach einer perfekten Kür (12,0 Schwierigkeit) mit der persönlichen Rekordzahl von 38,3 Punkten vom Kampfgericht belohnt. Da sich auch Ronja Schiprowski in der Finalkür um 1,4 Punkte auf 32,8 Punkte gegenüber der ersten Kür steigern konnte, und Marie Trampisch 34,5 Punkte verbuchte, hatte das SVB-Team mit 105,6 Zählern knapp vor Salzgitter (105,00 Pkt.) die Nase vorn. Rang drei, ging an den Kempener TV mit 99,4 Pkt.
Mit 38,3 bekam Vera Nohse die höchste Finalkürwertung. Die Weltmeisterin Anna Dogonadze und ihre Klubkollegin Nicole Maintz (Bad Kreuznach) patzten im Finale und die weiteren Damen Jessica Simon (37,9/Bad Kreuz nach) sowie Katharina Prokesova (38,1/Salzgitter) blieben unter der Nohse-Quote. Damit bestätigte die Brackwederin ihren guten 17. Platz beim ersten Weltcupauftritt in Paris. Erklärtes Ziel von Nohse und den Bundesleistungsstützpunkttrainern Heidi und Roland Berger ist aber die WM-Qualifikation am 13. September in der WM-Halle in Hannover. »Bis dahin wollen wir den Schwierig- keitsgrad von 12 auf 13 schrauben, damit Vera noch Möglichkeiten zum Zulegen hat«, zeigt Roland Berger das Trainingsziel auf.
Mit 6,4 Punkten Vorsprung vor dem TSV Turnerbund München (92,6) und dem TSB Schwäbisch Gmünd (90,5) holten sich die vier Jugendturner der SVB, Alexander Reinhardt (37,8), Sven-Oliver Grethe (31,2), Jan Asmus (27,5) und Gastturner Maurice Ehlert (Bösingfeld/30,0) den Titel. Die „halbe Miete“ zum Deutschen Meistertitel waren dabei die 37,8 Punkte (13,7 Schwierigkeit) vom Brackweder Alexander Reinhardt.

 
Bild: Die siegreichen Jugendturner der SVB von links: Jan Asmus, Trainerin Heidi Berger, Alexander Reinhardt, Maurice Ehlert und Sven-Oliver Grethe.
Bild: Die siegreichen Jugendturnerinnen von links: Vera Nohse, Marie Trampisch und Ronja Schiprowski mit Roland Berger
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
©svb-trampolin.com