Trampolin:
Zwei Mannschaftsmeistertitel fÜr die SV Brackwede
Von Franz Braun
Beste Finalkür von Vera
Nohse
BielefeId
(WB/fbr). Wieder einmal räumten die Brackweder
Trampoliner das maximale Edelmetall ab. Diesmal bei
den Mannschaftsmeisterschaften am Sonntag im hessischen
Dillenburg. Die beiden Teams der SVB, die Jugendturnerinnen
und die Jugendturner, sicherten sich jeweils den Deutschen
Meistertitel. Getrübt wurde die Freude aber durch
die Verletzung von Nancy Gehring, die nach einem missglückten
Doppelsalto so unglücklich mit einem Fuß
zwischen die schützenden Matten kam und sich einen
Fußbruch zuzog.
Die Mannschaftsmeisterschaften sind für Nancy Gehring
absolut kein gutes Pflaster, zog sie sich bei den Titelkämpfen
2002 eine schwere Knieverletzung zu, die sie zu einer
achtmonatigen Pause zwang. »Nancy war wieder auf
einem guten Weg. Sie strebte noch die Qualifikation
für die WM im September in Hannover an: Jetzt muss
sie leider erst einmal mit sechs Wochen Gips vorlieb
nehmen«, so Trainer Roland Berger.
Die Verletzung von Gehring war ein großes Handicap
für das SVB-Team, denn jetzt durfte sich das verbleibende
Trio keine Streichwertung mehr erlauben. Aus diesem
Grunde turnte Vera Nohse in
ihrer ersten Kür eine Sicherheitsübung, damit
zunächst die Finalteilnahme (die besten fünf
Mannschaften nach Pflicht und Kür) gewährleistet
war. Das Ziel wurde erreicht, doch mit 104,3 Punkten
hatte das Team der TG Jugenddorf Salzgitter die beste
Kürleistung erbracht. Die SVB lag mit einem Abstand
von 3,2 Punkten auf Rang zwei. Im Finale ging's aber
für alle fünf Teams wieder bei Null los. Jetzt
riskierte Nohse alles und wurde nach einer perfekten
Kür (12,0 Schwierigkeit) mit der persönlichen
Rekordzahl von 38,3 Punkten vom Kampfgericht belohnt.
Da sich auch Ronja Schiprowski in der Finalkür
um 1,4 Punkte auf 32,8 Punkte gegenüber der ersten
Kür steigern konnte, und Marie Trampisch 34,5 Punkte
verbuchte, hatte das SVB-Team mit 105,6 Zählern
knapp vor Salzgitter (105,00 Pkt.) die Nase vorn. Rang
drei, ging an den Kempener TV mit 99,4 Pkt.
Mit 38,3 bekam Vera Nohse die höchste Finalkürwertung.
Die Weltmeisterin Anna Dogonadze und ihre Klubkollegin
Nicole Maintz (Bad Kreuznach) patzten im Finale und
die weiteren Damen Jessica Simon (37,9/Bad Kreuz nach)
sowie Katharina Prokesova (38,1/Salzgitter) blieben
unter der Nohse-Quote. Damit bestätigte die Brackwederin
ihren guten 17. Platz beim ersten Weltcupauftritt in
Paris. Erklärtes Ziel von Nohse und den Bundesleistungsstützpunkttrainern
Heidi und Roland Berger ist aber die WM-Qualifikation
am 13. September in der WM-Halle in Hannover. »Bis
dahin wollen wir den Schwierig- keitsgrad von 12 auf
13 schrauben, damit Vera noch Möglichkeiten zum
Zulegen hat«, zeigt Roland Berger das Trainingsziel
auf.
Mit 6,4 Punkten Vorsprung vor dem TSV Turnerbund München
(92,6) und dem TSB Schwäbisch Gmünd (90,5)
holten sich die vier Jugendturner der SVB, Alexander
Reinhardt (37,8), Sven-Oliver Grethe (31,2), Jan Asmus
(27,5) und Gastturner Maurice Ehlert (Bösingfeld/30,0)
den Titel. Die „halbe Miete“ zum Deutschen
Meistertitel waren dabei die 37,8 Punkte (13,7 Schwierigkeit)
vom Brackweder Alexander Reinhardt.
Bild: Die
siegreichen Jugendturner der SVB von links: Jan Asmus,
Trainerin Heidi Berger, Alexander Reinhardt, Maurice
Ehlert und Sven-Oliver Grethe.
Bild: Die
siegreichen Jugendturnerinnen von links: Vera Nohse,
Marie Trampisch und Ronja Schiprowski mit Roland Berger