In der Tat sind 89,9
Punkte eine hohe Hausnummer für den 10-jährigen
Jochen
Redekop. In der Klasse der Schüler
II siegte er mit deutlichem Vorsprung vor Tim Rodemann
aus Gernsbach und Steffen Wenk aus Melle, der in Niedersachsen
„als das Maß aller Dinge“ gehandelt
wird. Da die Wertung relativ streng war, ist damit zu
rechnen, dass Jochen bald auch die 90 Punkte überschreiten
wird. Auch im Schwierigkeitsgrad lag er mit 8,3 Punkten
deutlich vor seinen Mitstreitern (7,5). Für Vincent
Wack war es der erste größere Wettkampf,
daher ist ein knapper Mittelplatz (13.) schon in Ordnung.
Die erste Übung hätte besser laufen können,
aber bei der Kür zeigte er schon, was er drauf
hat.
Bei den Schülern III hatte Maurice Ehlert
einen optimalen Wettkampf hingelegt. Er startet für
den Lipper Verein Bösingfeld, trainiert aber
regelmäßig am Stützpunkt in Bielefeld.
93,2 Punkte sind auch für ihn ein Rekordergebnis.
Ebenso die Schwierigkeit von 9,4 Punkten. Nur einen
Zehntel-Punkt landete er hinter dem bisher als unschlagbar
geltendem Daniel Schmidt aus Hamburg. In der Tat turnt
Daniel eine exelente Ausführung bei seinen Übungen.
Durch eine Verletzung konnte er wahrscheinlich seinen
Schwierigkeitsgrad nicht so erhöhen, wie es erwartet
wurde. Dadurch konnte Maurice seinen Rückstand
aus der Pflichtübung gut kompensieren. In den
nächsten Wettkämpfen wird Maurice auch die
10-Punkte-Marke für die Schwierigkeit überschreiten.
Jedoch immer nur unter der Voraussetzung, dass alles
läuft, wie geplant oder wie trainiert. Janis
Flottmann kam in dieser Kategorie nur
auf Platz 16. Er hatte mit der Pflicht, der M6, noch
einige Probleme. Auch von ihm wird man im Laufe des
Jahres noch eine deutliche Steigerung erwarten können.
Unsere fünf Mädchen landeten überwiegend
gut platziert im Mittelfeld. Lediglich Janina
Wagner lag mit Rang 55 im hinteren Teil
der Tabelle. Sie hatte nach einem Fußbruch im
November nicht genug Zeit ihre Übung wettkampfgerecht
vorzubereiten. Kim
Matzek (Rg. 29; 47,3 P.) arbeitet sich
langsam nach vorne. Auch sie musste sich bisher noch
mit hinteren Rängen zufrieden geben. Sarah
Neumann (Rg. 23; 48,6 P.) und Marina
Schubert (Rg. 20; 49,1 P.) liegen oft
ziemlich gleichwertig zusammen. Bei ihnen muss für
die nächste Zeit an der Schwierigkeit gearbeitet
werden. Ricarda
Düsterloh (Rg. 18; 49,3 P.) turnte
erheblich unter Wert. Eigentlich ist ihre Übung
schwierig genug. Aber sie konnte die Kür nicht
in ihrer gewohnten Wettkampfmanier durchturnen und
erreichte dieses Mal nicht das mögliche Finale
der besten Zehn.
Als erster Wettkampf im neuen Jahr ist der Barmstedt-Cup
auch ein bisschen „Probewettkampf“ für
die nachfolgende Saison. Schon am 7. März sind
die Westfälischen Meisterschaften und die Westfälischen
Leistungsklassen-Wettkämpfe. Hier hoffen die
Trainer, schon einige Verbesserungen zu den Übungen
vom Barmstedt-Cup.