Sven
und Jochen Deutsche Meister im Synchronturnen
Die Bilanz des Deutschen Turnfestes 2005 in Berlin
kann sich durchaus sehen lassen. Eine Deutsche Meisterschaft
wurde gewonnen – obwohl auch zwei Turnfestsiege
verschenkt wurden.
Sven-Oliver Grethe und Jochen Redekop konnten sich
in der Schülerklasse gegen die Topfavoriten Daniel
Schmidt (Hamburg) und Immanuel Kober (Stuttgart) in
Finale durchsetzen.
Schmidt und Kober sind immerhin die beiden Erstplazierten
im Einzelwettkampf der Deutschen Schülermeisterschaft.
Jochen und Sven lagen nach dem Vorkampf noch mit deutlichem
Abstand auf Rang zwei. Da das Finale jedoch wieder
bei null Punkten startete, reichten ihnen 41,9 Punkte,
um mit 3/10 Vorsprung den Titel zu gewinnen. Sven
war auch Titelverteidiger, da er im Vorjahr mit Maurice
Ehlert aus Bösingfeld den Titel gewann. Maurice
musste jetzt in der Jugendklasse starten.
Unser zweites Paar Janis Flottmann und Vincent Wack
konnten sich als Achte gerade noch für das Finale
qualifizieren. Die Finalübung brachte sie dann
noch einen Patz weiter nach vorne auf Rang sieben.
Für sie ist das ein ganz hervorragender Wettkampferfolg,
das sie erst spät mit dem Synchrontraining angefangen
hatten, und zunächst deutliche Schwierigkeiten
mit der Synchronität ihrer Übungen hatten.
Deutsche
Meisterschaften
(Schüler/ Jugend/ Einzel)
Hier
war es Jochen Redekop, der als einer der Jüngsten
einen optimalen Wettkampf turnte. Dank einer sehr guten
Pflichtübung lag er nach dem Vorkampf bereits auf
Rang drei. Von der Kürübung (31,8) her, hätte
es nur für Rang sechs gereicht. In Null-Finale
konnte er sich aber noch einmal steigern und kam mit
32,4 Punkten auf Rang vier. Die Drei vor ihm liegenden
sind allerdings jeweils zwei Jahre älter als Jochen.
Das spricht für seine Perspektive in den nächsten
Jahren.
Sven-Oliver scheiterte nach einer guten Pflicht in der
Kür an seinen Haltungsnoten und verpasste dadurch
das zu erwartende Finale. Mit 24,3 (Pfl.) und 30,6 (Kür)
landetet er undankbar auf Rang neun. Sechs Zehntel fehlten
für das Finale. Janis Flottmann zeigte, dass er
sich in der letzten Zeit enorm verbessert hatte und
auch sicherer geworden ist. Sein elfter Rang war vorher
nicht zu erwarten gewesen.
Bei den Mädchen war es Ricarda Düsterloh,
die sich den Lohn für das konzentrierte und intensivere
Training der letzten Zeit abholen konnte. Mit 51,8 Punkten
als eine der jüngsten Teilnehmerinnen auf Rang
14 von 49 turnte sie einen sehr guten Wettkampf.
Ronja Schiprowski startete in der Jugendklasse, konnte
aber in keiner Übung an diesem Tag überzeugen.
Mit 52,4 Punkten kam sie auf den 15. Rang. Eigentlich
hätte sie einen vorderen Finalplatz belegen können.
Deutsche
Senioren Meisterschaft (Turnen)
Trainer Roland Berger hatte sich im März auch
für die Seniorenmeisterschaft im Turnen qualifiziert.
Kleine Wehwehchen schützen ihn davor, übertrainiert
in den Wettkampf zu gehen. Im Vorjahr wurde er in
der Klasse 55-59 dritter. Jetzt musste er in der Klasse
60-64 starten. Nach verturnter Bodenübung (8,6)
kam er aber in Fahrt und konnte sich mit Klasseübungen
am Sprung, Barren und Reck (9,5 / 9,4 / 9,55) auf
Rang acht turnen. Mit einer besseren Bodenübung
wäre wieder ein Treppchenplatz drin gewesen.
Pokalwettkämpfe
Die Senioren eröffneten den Reigen beim Pokalwettkampf
in der Klasse 50+. Heidi und Roland Berger einigten
sich und sprangen beide auf den zweiten Platz. Roland
„verschenkte“ dabei noch seinen Turnfestsieg,
weil er, nach dem Vorkampf in Führung liegend,
seine Finalkür irrtümlicher Weise um einen
Sprung verkürzte.
Ein ähnliches Missgeschick traf Vincent Wack.
Die Quali für die Teilnahme an der Deutschen
Meisterschaft hatte er ganz knapp verpasst. Im Pokalwettkampf
trumpfte er um so mehr auf. Nach Pflicht und Kür
lag er deutlich in Front. Eine super Kür im Finale
bis Sprung neun ließ ihn den Sieg schon spüren.
Doch der letzte Sprung landete auf der Matte. Damit
rutschte er von Rang eins auf Rang acht zurück.
Erhard Böhm turnte bei den „Jungsenioren“
und erlernte das Trampolinspringen überwiegend
im Hochschulsport. Nach einer guten Pflichtübung
traf auch er mit dem letzten Sprung die Matte und
musste rigorose Punktabzüge einstecken. Rang
19 war damit seine Platzierung.
Spannend machte es Sarah Neumann, die in der stärksten
Klasse mit 135 Teilnehmerinnen in 12 Gruppen, startete.
Es ging darum, ob sie nach ihren guten Übungen
das Finale der besten acht erreichen könnte.
Erst nach den letzten drei Gruppen stand fest, dass
sie es nicht mehr schaffen konnte. Der Rang 14 zeigt,
dass sich ihr Leistungsaufschwung des letzten Jahres
auch im Wettkampf bemerkbar macht.
Auch Theresa Buschwald turnte in einem großen
Teilnehmerfeld. Mit Rang 42 landete sie genau im Mittelfeld.
Da sie nicht aktiv, sondern nur gelegentlich in der
Leistungsgruppe trainiert, ist dieser Platz sehr hoch
zu bewerten.
Turnfest
allgemein
Erstmalig sind auch einige Eltern aus der Trampolingruppe
mitgefahren. Sie waren privat untergebracht, hatten
aber regelmäßigen Kontakt zur Gruppe. Die
neue Co-Trainerin Miriam Tepaße hatte ihren
ersten Turnfest-Einsatz für die SVB. Bei so einer
großen Gruppe von recht jungen Sportlern und
Sportlerinnen, erwies es sich als sehr gut, die „Last
des Aufpassens und Betreuens“ auf drei Schultern
zu verteilen. Schulisch waren wir diesmal sehr zentral
untergebracht. Das machte die Fahrerei zu den Wettkampfstätten
einfach und zeitsparend. Im Gegensatz zu Rheine (Landesturnfest)
wurde Bergers Wohnmobil sogar rund um die Uhr polizeilich
bewacht, da es an einem „Brennpunkt“ parken
durfte.
Nach den Wettkampftagen blieb noch etwas Zeit, die
große Stadt kennen zu lernen.
Alles in Allem haben wir schöne Turnfesttage
verlebt, die vor allem bei den Jüngeren einen
bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Jetzt freuen
wir uns bereits auf das nächste Landesturnfest
in Gütersloh. Übrigens wird das nächste
Deutsche Turnfest 2009 wieder in Frankfurt ausgetragen
werden.