23 Mai, 2005  
 
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Unsere Jüngsten
 

 

 
deutsches Turnfest 2005 in berlin
 
Deutsche Meisterschaften
(Schüler Synchron)
Sven und Jochen Deutsche Meister im Synchronturnen

Die Bilanz des Deutschen Turnfestes 2005 in Berlin kann sich durchaus sehen lassen. Eine Deutsche Meisterschaft wurde gewonnen – obwohl auch zwei Turnfestsiege verschenkt wurden.
Sven-Oliver Grethe und Jochen Redekop konnten sich in der Schülerklasse gegen die Topfavoriten Daniel Schmidt (Hamburg) und Immanuel Kober (Stuttgart) in Finale durchsetzen.
Schmidt und Kober sind immerhin die beiden Erstplazierten im Einzelwettkampf der Deutschen Schülermeisterschaft. Jochen und Sven lagen nach dem Vorkampf noch mit deutlichem Abstand auf Rang zwei. Da das Finale jedoch wieder bei null Punkten startete, reichten ihnen 41,9 Punkte, um mit 3/10 Vorsprung den Titel zu gewinnen. Sven war auch Titelverteidiger, da er im Vorjahr mit Maurice Ehlert aus Bösingfeld den Titel gewann. Maurice musste jetzt in der Jugendklasse starten.
Unser zweites Paar Janis Flottmann und Vincent Wack konnten sich als Achte gerade noch für das Finale qualifizieren. Die Finalübung brachte sie dann noch einen Patz weiter nach vorne auf Rang sieben. Für sie ist das ein ganz hervorragender Wettkampferfolg, das sie erst spät mit dem Synchrontraining angefangen hatten, und zunächst deutliche Schwierigkeiten mit der Synchronität ihrer Übungen hatten.

Deutsche Meisterschaften
(Schüler/ Jugend/ Einzel)
Hier war es Jochen Redekop, der als einer der Jüngsten einen optimalen Wettkampf turnte. Dank einer sehr guten Pflichtübung lag er nach dem Vorkampf bereits auf Rang drei. Von der Kürübung (31,8) her, hätte es nur für Rang sechs gereicht. In Null-Finale konnte er sich aber noch einmal steigern und kam mit 32,4 Punkten auf Rang vier. Die Drei vor ihm liegenden sind allerdings jeweils zwei Jahre älter als Jochen. Das spricht für seine Perspektive in den nächsten Jahren.
Sven-Oliver scheiterte nach einer guten Pflicht in der Kür an seinen Haltungsnoten und verpasste dadurch das zu erwartende Finale. Mit 24,3 (Pfl.) und 30,6 (Kür) landetet er undankbar auf Rang neun. Sechs Zehntel fehlten für das Finale. Janis Flottmann zeigte, dass er sich in der letzten Zeit enorm verbessert hatte und auch sicherer geworden ist. Sein elfter Rang war vorher nicht zu erwarten gewesen.
Bei den Mädchen war es Ricarda Düsterloh, die sich den Lohn für das konzentrierte und intensivere Training der letzten Zeit abholen konnte. Mit 51,8 Punkten als eine der jüngsten Teilnehmerinnen auf Rang 14 von 49 turnte sie einen sehr guten Wettkampf.
Ronja Schiprowski startete in der Jugendklasse, konnte aber in keiner Übung an diesem Tag überzeugen. Mit 52,4 Punkten kam sie auf den 15. Rang. Eigentlich hätte sie einen vorderen Finalplatz belegen können.
Deutsche Senioren Meisterschaft (Turnen)


Trainer Roland Berger hatte sich im März auch für die Seniorenmeisterschaft im Turnen qualifiziert. Kleine Wehwehchen schützen ihn davor, übertrainiert in den Wettkampf zu gehen. Im Vorjahr wurde er in der Klasse 55-59 dritter. Jetzt musste er in der Klasse 60-64 starten. Nach verturnter Bodenübung (8,6) kam er aber in Fahrt und konnte sich mit Klasseübungen am Sprung, Barren und Reck (9,5 / 9,4 / 9,55) auf Rang acht turnen. Mit einer besseren Bodenübung wäre wieder ein Treppchenplatz drin gewesen.

Pokalwettkämpfe


Die Senioren eröffneten den Reigen beim Pokalwettkampf in der Klasse 50+. Heidi und Roland Berger einigten sich und sprangen beide auf den zweiten Platz. Roland „verschenkte“ dabei noch seinen Turnfestsieg, weil er, nach dem Vorkampf in Führung liegend, seine Finalkür irrtümlicher Weise um einen Sprung verkürzte.
Ein ähnliches Missgeschick traf Vincent Wack. Die Quali für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft hatte er ganz knapp verpasst. Im Pokalwettkampf trumpfte er um so mehr auf. Nach Pflicht und Kür lag er deutlich in Front. Eine super Kür im Finale bis Sprung neun ließ ihn den Sieg schon spüren. Doch der letzte Sprung landete auf der Matte. Damit rutschte er von Rang eins auf Rang acht zurück.
Erhard Böhm turnte bei den „Jungsenioren“ und erlernte das Trampolinspringen überwiegend im Hochschulsport. Nach einer guten Pflichtübung traf auch er mit dem letzten Sprung die Matte und musste rigorose Punktabzüge einstecken. Rang 19 war damit seine Platzierung.
Spannend machte es Sarah Neumann, die in der stärksten Klasse mit 135 Teilnehmerinnen in 12 Gruppen, startete. Es ging darum, ob sie nach ihren guten Übungen das Finale der besten acht erreichen könnte. Erst nach den letzten drei Gruppen stand fest, dass sie es nicht mehr schaffen konnte. Der Rang 14 zeigt, dass sich ihr Leistungsaufschwung des letzten Jahres auch im Wettkampf bemerkbar macht.
Auch Theresa Buschwald turnte in einem großen Teilnehmerfeld. Mit Rang 42 landete sie genau im Mittelfeld. Da sie nicht aktiv, sondern nur gelegentlich in der Leistungsgruppe trainiert, ist dieser Platz sehr hoch zu bewerten.

Turnfest allgemein


Erstmalig sind auch einige Eltern aus der Trampolingruppe mitgefahren. Sie waren privat untergebracht, hatten aber regelmäßigen Kontakt zur Gruppe. Die neue Co-Trainerin Miriam Tepaße hatte ihren ersten Turnfest-Einsatz für die SVB. Bei so einer großen Gruppe von recht jungen Sportlern und Sportlerinnen, erwies es sich als sehr gut, die „Last des Aufpassens und Betreuens“ auf drei Schultern zu verteilen. Schulisch waren wir diesmal sehr zentral untergebracht. Das machte die Fahrerei zu den Wettkampfstätten einfach und zeitsparend. Im Gegensatz zu Rheine (Landesturnfest) wurde Bergers Wohnmobil sogar rund um die Uhr polizeilich bewacht, da es an einem „Brennpunkt“ parken durfte.
Nach den Wettkampftagen blieb noch etwas Zeit, die große Stadt kennen zu lernen.
Alles in Allem haben wir schöne Turnfesttage verlebt, die vor allem bei den Jüngeren einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Jetzt freuen wir uns bereits auf das nächste Landesturnfest in Gütersloh. Übrigens wird das nächste Deutsche Turnfest 2009 wieder in Frankfurt ausgetragen werden.

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