Jugendmannschaftsmeisterschaften
und deutschlandpokal
Nach
vieljähriger Unterbrechung wurde erstmalig wieder
eine Deutsche Mannschaftsmeisterschaft für Landesverbände
ausgetragen. Diese an sich gute Wettkampf-Idee ging
aber leider auf Kosten der leistungsstarken Vereine,
da die Vereins-Mannschaftsmeisterschaften dafür
ausgesetzt wurden. Der Westfälische Turnerbund
trat mit drei Teams an. Von den 12 Teilnehmern waren
gleich 10 Springer, die am Bundesstützpunkt in
Brackwede trainieren und acht SVB--Springer.
Mit einer Vizemeisterschaft, einem dritten und einem
fünften Rang war die Ausbeute im gewohnt guten
Bereich, wenn auch das eine oder andere Zehntel mehr
hätte herausspringen können. Besonders die
Jüngsten (9-11 Jahre) mit Jasmin Beier, Jule Peper,
Kristin Sasse und Mandy Lauritsch lieferten sich einen
spannenden Zweikampf mit dem Kempener TV um den zweiten
Platz. Die gleichen Teams trafen vor zwei Wochen bei
den NRW-Meisterschaften bereits aufeinander. Während
letztlich Kempen mit zwei Zehntel Vorsprung gewann,
konnte das gemischte Stützpunktteam aus Brackwede
dieses Mal mit 3 Zehnteln Vorsprung die Vizemeisterschaft
für den Westfälischen Turnerbund erringen.
Kristin Sasse vom TV Asseln wurde in der
Einzelwertung Erste bei den 9-11jährigen!
Die Ländermannschaft
der Jungen (12-14 J.) bestand aus einer reinen SVB-Vereinsmannschaft
mit Janis Flottmann, Vincent Wack, Sven-Oliver Grethe
und Jochen Redekop. Nach dem Vorkampf galt es den dritten
Rang zu halten. Nachdem Vincent und Janis zwei gute
und Sven seine beste Übung mit 8,8 Punkten Schwierigkeit
präsentiert hatten, fiel auch der Abbruch von Jochen
nicht mehr so ins Gewicht, dass der dritte Rang gefährdet
werden konnte.
Eindeutiger Verlierer nach Meinung vieler erfahrener
Trainer waren in diesem Wettkampf die Kampfrichter,
die mit völlig überzogenen Niedrigwertungen
die Nachwuchsspringer regelrecht abstraften. Die gleichen
Übungen wurden am Nebenkampfgericht ca. drei Punkte
höher bewertet.
Die Schülerinnen (12-14 J.) hatten neben den Brackwedern
Ricarda Düsterloh und Sarah Neumann je eine Turnerin
aus Witten und Münster im Team. Nach dem Vorkampf
reichte es mit Rang fünf gerade noch für das
Finale. Jetzt sollte Rang drei angegriffen werden. Aber
außer Sarah konnte keiner seine Wertung aus der
ersten Kür verbessern. So blieb es auch am Ende
bei Rang fünf.
Für Ricarda und Sven ging es zusätzlich um
die Qualifikation für die Jahrgangswettkämpfe
anlässlich der WM in Eindhoven. Den geforderten
Schwierigkeitsgrad konnten beide zwar präsentieren,
die Ausführungsnoten lagen jedoch noch knapp unter
dem geforderten Limit. So scheint es, dass Jochen Redekop
diesmal der einzige Brackweder ist, der sich für
diesen hochrangigen internationalen Wettkampf qualifizieren
konnte.