Nachdem bis Meldeschluss
zunächst 207 Meldungen für den Wettkampf eingegangen
waren, mussten wir einen Anmeldestopp verhängen.
Denn mehr als 200 Teilnehmer wollten wir mit zwei Kampfgerichten
nicht "verarbeiten". So mussten wir einigen
Vereinen, die zu spät gemeldet hatten, sogar absagen.
Doch in den letzten Tagen vor dem Wettkampf und noch
am Wettkampftag häuften sich die Absagen aus unterschiedlichsten
Gründen. Sicher waren die späten Ferien aber
auch der WM-Stress mit ein Grund für manche Absagen.
Zu Beginn der Veranstaltung brachte
uns das etwas in Zeitverzug. Unglücklicherweise
passierte auch noch ein Unfall während der Vereinsvertreterbesprechung.
Eva Cznotka brach sich den Arm beim Einturnen. Sie wurde
am Dienstag nach der Veranstaltung erfolgreich in Recklinghausen
operiert. (Gute Besserung, Eva).
Die Sieger
der Turnerinnen und Turner
Als der Wettkampf lief, konnte die verlorene Zeit
mühelos eingeholt und sogar noch ein zusätzliches
Einturnen auf den Wettkampfgeräten gestattet
werden. Dass unsere Sporthalle an der Rosenhöhe
nicht besonders hell ist, hatte auch einen Vorteil.
Wie schon bei der ersten Veranstaltung haben wir wieder
mit drei Beamern gearbeitet, um den Zuschauern und
Aktiven gut lesbare Anzeigen des aktuellen Wettkampfstandes
bieten zu können. Darüber hinaus wurde auf
der dritten Anzeige jeweils das Aktivenprofil des
gerade springenden Sportlers angezeigt.
Der NRW-Sportminister Dr. Michael Vesper hatte die
Schirmherrschaft für unsere Veranstaltung zwar
übernommen, konnte aber persönlich nicht
anwesend sein. Dafür war jedoch unser Oberbürgermeister
Eberhard David persönlich dabei und eröffnete
das Finale. Sei es durch das schöne frühherbstliche
Wetter oder aus anderen Gründen kamen diesmal
weniger Zuschauer, als wir es sonst gewohnt waren.
Dafür waren aber beide Zeitungen und der WDR-Regional
mit einem Fernsehteam vor Ort. Am Sonntag und am Montag
gab es im WDR einen kurzen Bericht über diese
Veranstaltung.
Noch ein Vorfall schockte allerdings das fachkundige
Publikum: Die Holländerin Patricia Meijers flog
nach einem Übungsabbruch über den Mattentisch
neben die Bodenmatte auf den harten Boden. Es sah
nach einer möglicherweise schwerwiegenden Verletzung
aus. Doch abends stellte sich heraus, dass nichts
gebrochen war. Sie wurde noch einen Tag im Krankenhaus
behalten und untersucht und konnte verspätet
mit ihrem Trainer separat die Heimfahrt antreten.
Auch Patricia wünschen wir eine schnelle Genesung!
Die
Sieger im Prämien-Finale der Turner und Turnerinnen
Leistungsmäßig
brachte der Wettkampf in allen Bereichen Licht und Schatten.
Im Nachwuchsbereich besonders erfreulich die Punktzahlen
von mehr als 86 Punkten für Daniela Blaimer (93,
ATSV Kehlheim) und von Jochen Redekop (93, SV Brackwede).
Die älteren Schülerinnen
Hüninghake, Baumgärtner und Christiane Ungar
liefern sich schon seit einiger Zeit spannende Führungskämpfe
und wollen möglichst Niemanden mit aufs Treppchen
lassen. Ronja Schiprowski aus Brackwede fehlt es noch
an den entsprechenden Haltungsnoten, um annähernd
diese Punktzahlen zu erreichen.
Zurzeit scheint bei den älteren Schülern keiner
an Daniel Schmidt (Bramfelder SV) vorbeizukommen. Auch
hier spricht die Punktzahl für sich.
Die Sieger der älteren Schülerinnen
und Schüler
Die Jugendturner
boten mit Ausnahme des Holländers Roland Klein
ein zahlenmäßig und leistungsmäßig
schwaches Bild. Die Jugendturnerinnen passten sich diesem
Bild gut an. Vera Nohse hatte mit 100,9 Punkten 10 Punkte
vor der nächstplatzierten Sarah Syed. Marie Trampisch,
die durch Vereinswechsel außer Konkurrenz antrat,
lag mit 95,8 Punkten noch recht gut dazwischen.
Bei den Turnern zeigte in Abwesenheit der WM Teilnehmer
Vladimir Cojoc, vor allem mit seiner ersten Kür
(42,0 P.) was er drauf hat. Er gewann mit 105,7 Punkten
den Teuto-Cup 2003. Der Berliner Japaner Mikanari Iitsuka
bot mit 103,6 Punkten die zweite ansprechende Leistung.
Alle anderen Turner hatten kleinere oder größere
Probleme mit ihren Übungen. Im recht kleinen Feld
der Turnerinnen gab es eigentlich keine überragenden
Leistungen. 102,0 Punkte der Siegerin Katarina Prokesova
waren der einzige Wert über Einhundert.
Die Sieger von heute,
die Meister von morgen
Spannend
wurde es noch einmal im K.O. Finale. Der direkte Vergleich
ist auch für die Zuschauer recht interessant. Vor
allem, weil sie durch den vorherigen Wettkampf die Kandidaten
schon kennen. Bei den Turnerinnen bestätigte sich
die Tagesform der Sportlerinnen noch einmal. Erste wurde
Katarina Prokesova vor Vera Nohse und Jessica Simon.
Die Turner
gingen etwas unkonzentriert in das Prämienfinale.
Es ergab sich das Kuriosum, dass die drei letzten Finalisten,
die um die Teuto-Cup Prämie kämpften, alle
gleichzeitig bei Sprung zwei ihre Übung beenden
mussten. Ein Höhepunkt für eine Veranstaltung,
der gründlich daneben ging. Doch mit einer sehr
sportlichen Einstellung erklärten sich die drei
-Gromowski, Iitsuka und Cojoc- bereit, die entscheidende
Prämienübung noch einmal zu turnen. Hier gewann
schließlich im zweiten Anlauf Vladimir Cojoc vor
Martin Gromowski und Mikinari Iitsuka. Damit war vor
allem für die Zuschauer die Veranstaltung noch
gerettet.
Aus Brackweder
Sicht wäre sicher ein klein wenig mehr drin gewesen.
Es zeichnete sich aber schon im Training vorher ab,
dass nicht alle Teilnehmer direkt nach den Ferien in
Hochform waren. Eindeutig war jedoch festzustellen,
dass diejenigen, die das Training vorher ernst genug
genommen haben, im Wettkampf erfolgreicher abschnitten.
Überragend war wieder Jochen Redekop mit seinen
86 Punkten bei den Jüngsten. Ricarda Düsterloh
knackte erstmalig die 80 Punkte Marke. Marina Schubert,
als 8. im Finale, war mit 79,1 P. ganz dicht dran. Sarah
Neumann sprang noch etwas zaghaft und verfehlte als
12. das Finale knapp.
Sven-Oliver Grethe, der in der Woche vor dem Wettkampf
verletzungsbedingt nicht trainieren konnte, wurde erst
direkt nach dem Wettkampf wieder gesund. So war sein
10. Rang ohne Training recht beachtlich. Maurice Ehlert
aus Bösingfeld, der hier am Stützpunkt trainiert,
muss immer noch mit seiner Wettkampfnervosität
kämpfen. So bringt er sich z. Z. noch um bessere
Platzierungen. Hier hatte er sich aber recht gut präsentiert.
Erfreulich stabil, bis auf die allerletzte Kür,
als sie ihr Haargummi verlor, zeigte sich Vera Nohse.
Sie bestätigte damit ihre WM-Qualifikation deutlich.
Hoffentlich schafft sie im Training vor der WM den Durchbruch.
Sie kann noch einiges mehr.
Bleibt zum Schluss noch über
das Erfreulichste zu berichten: Unsere vielen Helfer
waren in diesem Jahr wieder ganz klasse. Wir erfuhren
so viel Unterstützung, dass wir auch für
den nächsten Teuto-Cup 2005 optimistisch sein
können. Nicht nur von den Trampolinern selbst,
auch aus der Turnabteilung, von vielen Eltern und
aus befreundeten Vereinen erhielten wir großzügige
Hilfe. Bewusst möchte ich Niemanden herausheben
- obwohl es Manche verdient hätten- vielmehr
nochmals ein herzliches Dankeschön an alle, die
zu dieser erfolgreichen Veranstaltung beigetragen
haben.
Auch einen besonderen Dank, an diejenigen, die die
Werbebanden an den Straßenbrücken aufgehängt
haben. Aber Achtung: Wir starten in diesem Jahr nicht
in der Bundesliga!